AUTORIN Nicole Kalkowski
PUBLIZIERT 21. FEB 2025
Neubau der MUSIKSCHULE Stadt Lüdenscheid
An der Ecke Hochstraße / Staberger Straße ist der Neubau der MUSIKSCHULE entstanden. Die bestehenden Räumlichkeiten in der „Alten Post“ an der Altenaer Straße entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Im Rahmen eines architektonischen Wettbewerbs mit anschließendem Verhandlungsverfahren hatte der Entwurf des Architekturbüros WW+ aus Trier einen der beiden ersten Plätze errungen. Der Rat der Stadt Lüdenscheid hatte sich für die Durchführung des Projekts auf Basis der Ideen dieses Büros entschieden und hat WW+ mit der Entwurfsplanung beauftragt. Der im Rat beschlossene Entwurf war Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln durch die Stadt im Rahmen des Projekts „Mensch Altstadt!“. 80 Prozent der Kosten sind von Bund und Land getragen worden. Fördermittel der Bezirksregierung Arnsberg sind eingeflossen. Der reguläre Musikschulbetrieb läuft seit der Eröffnung am 27. August 2022.
Innenausstattung:
– flexibel nutzbarer Multifunktionssaal
– 20 Übungs- und Unterrichtsräume von 16 bis 22 m², zwei Großgruppenräume von ca. 65 m²
– drei Übungsräume mit raumakustischem Ausbau
– Multifunktionaler Veranstaltungssaal für 200 Pers. mit Bühnenpodest für kleine Konzertevents
– Großzügig gestaltetes Foyer für die Mitnutzung bei Veranstaltungen, Atriumtreppe im lichtdurchfluteten, offenen Treppenhaus
-Topographische Besonderheit: starke Hanglage, 2 Parkplätze mit 37 Stellplätzen
Für den optimalen Klang und Schallisolierung wurden die hohen Räumlichkeiten mit Akustikdecken und Vorhängen ausgestattet. Die Unterrichtsräume sind mit Parkett ausgelegt, der Schlagwerkraum zur weiteren Schallabsorption mit Teppichboden.
Raumhöhen: 3,5 -6 Meter, Türhöhen bis 2,51 Meter (Schall- u. Brandschutz)
– Fläche: 2664 qm
– Bauwerkskosten 4.148.000 € netto
– Gesamtkosten 5.688.000 € brutto
Der Neubau der MUSIKSCHULE bildet einen neuen Anlauf- und Ankerpunkt in der vorhandenen Stadtstruktur. Die bewegte Geländetopographie mit der Höhenstaffelung und der prägende Kastanienbaum charakterisieren den Standort. Eine vertikale Lammellenstruktur als Fassade umhüllt die gesamte Kubatur. Die Schrägstellung der Lamellen auf verschiedenen Ebenen bildet einen besonderen Schwung in der Fassadenfläche aus. Wie eine dynamische, akustische Welle zieht sich das Band um die Hüllstruktur und verbindet alle vier Fassadenseiten und erinnert an geschwungene Notenlinien. Die Fassadengestaltung versinnbildlicht die Gliederung eines Musikstücks durch einen gleichmäßigen Takt, der durch eine beschwingte Melodie belebt und bewegt wird. Mit dem Eingang zieht sich der Weg im Inneren um den Atriumhof entlang der Raumspangen, tritt zur Straße hin wieder an die Außenfassade und ermöglicht den Blick in die Umgebung.