KONZEPT

Vom 11. bis 20. MRZ 2027 findet das Licht- und Medienkunstfestival LICHTROUTEN in Lüdenscheid statt. Was 2002 als eine “Ab in die Mitte“-Initiative begann, ist heute ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum mit lokaler, regionaler und internationaler Bedeutung. Thema der neuen LICHTROUTEN-Edition ist die Bedeutung des Lichts in der Digitalisierung, “Echtzeit“ ist der Titel der 10. Edition. Über die ganze Stadt verteilt zeigen Kunstprojekte, wie analoge und digitale Realitäten ineinandergreifen.

KULTUR FÜR ALLE

Zu den LICHTROUTEN sind mehr als 50.000 Besucher_innen in der Stadt unterwegs. Der größte Teil der Besucher_innen kommt aus der Stadt und der Region, ein signifikanter Teil reist aus aller Welt an. Dazu gehören nicht nur die eingeladenen Künstler_innen, sondern auch Fachbesucher_innen aus Licht- und Medienkultur.

KURATORISCHE TRADITION

Im Jahr 2002 zählten die LICHTROUTEN zu den ersten kuratierten Lichtkunstfestivals Europas. Unter der künstlerischen Leitung von Bettina Pelz und Tom Groll hat sich das Festival zu einer lebendigen Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft entwickelt. Sie gestalten das Festival als einen Ort des Experimentes, an dem außergewöhnliche Arbeiten entstehen und Akteur_innen aus unterschiedlichen Feldern gemeinsam handeln. Die zehnte Edition steht für ein Vierteljahrhundert künstlerischer Produktion, kuratorischer Forschung und gesellschaftlicher Zusammenarbeit. Von Beginn an konnten sich die LICHTROUTEN als internationales Lichtkunstfestival positionieren. Seit 2024 sind die LICHTROUTEN Teil des internationalen Netzwerkes der Lichtfestivals in Europa “International Light Festival Organization (ILO)“.

KUNST IN ÖFFENTLICHEN RÄUMEN

Zu den LICHTROUTEN 2027 werden Künstler_innen eingeladen, die die Grenzen zwischen physischem und virtuellem Raum ausloten und den Einfluss digitaler Medien auf Gesellschaft, Identität und Nachhaltigkeit thematisieren. Zu den Standorten der LICHTROUTEN gehören städtische Landmarken wie das Rathaus oder die Kirchen, alle Kunst- und Kultureinrichtungen ebenso wie Off-Spaces – Orte, die ihre Bedeutung im Stadtraum verloren haben. Sie alle bieten Räume für künstlerische Perspektiven an den Schnittstellen von Digitalisierung, Kunst und Gesellschaft. Das Ausstellungsprogramm wird ergänzt durch Informationsangebote, Servicebeiträge und Gelegenheiten für Austausch und Interaktion.

ECHTZEIT

Unter dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Echtzeit“ beschäftigen sich internationale Künstler_innen mit der Gleichzeitigkeit von analoger und digitaler Erfahrung. In einer zunehmend digital vernetzten Gegenwart wird das Verhältnis zwischen technologischem Fortschritt und digitaler Souveränität zu einer zentralen Fragestellung unserer Zeit. Echtzeitprozesse basieren auf digitalen Infrastrukturen, deren Stabilität und Sicherheit von globalen Cloud-Systemen, Datenzentren und Hochleistungsrechnern abhängen. Diese Technologien prägen unsere Kommunikation, ökonomische Systeme und künstlerische Produktionsweisen. Die Installationen der LICHTROUTEN 2027 reflektieren diese Zusammenhänge. Sie zeigen sowohl Innovation und Möglichkeiten als auch die Komplexität und Fragilität der digitalen Systeme, die die Lebenswelten des 21. Jahrhunderts prägen.

DIE KREATIVE STADT

Das Festival versteht sich als Teil eines kreativen Ökosystems aus Kunst, Technik, Wissenschaft und Stadtgesellschaft. In langfristiger Partnerschaft mit allen Kunst- und Kulturinstitutionen sowie mit vielfältigen Kooperationen in der Licht- und Leuchtenindustrie ist Lüdenscheid ein europäisches Zentrum der Lichtkultur. Von Beginn an lag die strukturelle und kommunikative Verantwortung beim Stadtmarketing Lüdenscheid, dem es gelingt, mit den LICHTROUTEN ein Modell nachhaltiger Stadtentwicklung durch Kunst und Technologie zu implementieren.

Mit der Jubiläumsausgabe der LICHTROUTEN 2027 feiert Lüdenscheid 25 Jahre Lichtkunst. Die LICHTROUTEN werden einmal zu einem Resonanzraum, in dem Licht als künstlerisches Material und als Medium des Sichtbaren, als Datenträger und kulturelles Erbe verhandelt wird.