AUTORIN Christiane Grinat
PUBLIZIERT 23.FEB 2015
Könnt ihr euch kurz vorstellen, damit wir wissen, wer alles an diesem Interview mitgedacht hat?
Ich bin Wolfgang, ehemaliger Zeitungsredakteur und jetzt freier Journalist. Ich betreue die Website lichtroutenkollektiv und betreibe das Blog luxluedenscheid.de Lichtrouten-Fan bin ich seit 2005. 2013 folgte die erste Assistenz, 2018 die zweite.
Wir sind Susanne und Thomas Meermann. Seit der ersten Stunde zu Beginn der 2000er Jahre begleiten wir die LICHTROUTEN mal mehr, mal weniger intensiv. Aber immer mit großer Begeisterung.
Ich bin Cornelia Amtenbrink, selbstständige Architektin und eine Anhängerin von Moderner Kunst, seit dem Kontakt zu den LICHTROUTEN in den 2000er Jahren insbesondere von der Lichtkunst. Ich konnte schon etliche Festivals besuchen, auch außerhalb Europas.
Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr an die nächsten LICHTROUTEN denkt?
Vorfreude auf ein spannendes Festival, die Hoffnung, dass der Plan der Kuratoren aufgeht und der Wunsch, dass das Publikum begeistert sein wird.
Welches ist eure eindrücklichste bzw. schönste Erinnerung an die früheren LICHTROUTEN?
Zu den schönsten Erinnerungen zählt die gemeinsame Abschlussfeier des gesamten Teams. Besonders eindrucksvoll fand ich Refik Anadols Arbeit Semaphor auf der Rückseite des Stern Centers bei den Lichtrouten 2013 (Wolfgang). Die Übernachtung in der Arbeit von Numen für Use im Jahr 2018 war für mich ein unvergesslicher Moment (Conni). Besonders eindrucksvoll waren zum Beispiel, die fluoreszierenden Duftstreifen in der Medarduskirche von Helga Griffiths 2003 oder Refik Anadols Arbeit Semaphor auf der Rückseite des Stern Centers bei den LICHTROUTEN 2013 (Susanne und Thomas)
Warum sind die LICHTROUTEN Assistenzen so wichtig für die Atmosphäre und den Erfolg während der LICHTROUTEN?
Sie sind neben den Kuratoren die Stimmen der Lichtrouten, weil sie als Standortbegleiter und Kunstvermittler den unmittelbaren Kontakt zum Publikum herstellen. Außerdem hat sich aus dem Kreis der Assistenzen 2018 das Lichtrouten-Kollektiv gegründet, aus dem in Lüdenscheid eine Lichtkunst-Community entstanden ist.
Welche Bedeutung haben die LICHTROUTEN für Lüdenscheid?
Die LICHTROUTEN können für Lüdenscheid nicht hoch genug einngeschätzt werden. Es ist ein Kultur-Event mit Großstadt-Niveau, das sowohl Publikum von fern her anzieht als auch den Lüdenscheider in Scharen durch die Innenstadt pilgern lässt. Es gab Zeiten, da hatte Lüdenscheid mit den LICHTROUTEN ein Alleinstellungsmerkmal und genau dahin müssen wir wieder kommen.
Es gab jetzt sechs Jahre lang keine LICHTROUTEN. Was habt ihr in dieser Zeit gemacht?
Wir haben immer massiv Werbung für das Festival und unsere Community gemacht. Als erstes haben wir im Januar 2019 dem damaligen Bürgermeister Dieter Dzewas das Versprechen abgerungen, dass das Festival fortgeführt wird. Seit Juli 2024 werden wir intensiv an der Vorbereitung der Lichtrouten 2025 beteiligt. Zusammen mit der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH haben wir zur Lichtrouten-Preview am 9. November ins ehemalige Wellenbad eingeladen und die Veranstaltung mit Laurenz Theinert und Anja Kreysing finanziell unterstützt. Ein besonderes Erlebnis war auch der Lichtrouten Open Call. Wir haben als Teil der Jury rund 70 Bewerbungen gesichtet und schließlich in einer vierstündigen Sitzungen aus 13 Arbeiten als Siegerin Eliska Kovacikova ausgewählt.
Wie sorgt es dafür, auch über das Event hinaus aktiv zu bleiben?
Wir laden zu Stammtischen ein, regen Besuche von Lichtkunst-Events und Ausstellungen in der Region an. Außerdem haben wir uns 2021 am Lichterzirkus der städtischen Kinder- und Jugendförderung beteiligt und haben die Finissage eines Lichtkunst-Workshops der Adolf-Reichwein-Gesamtschule begleitet. Außerdem haben wir in den Jahren 2020, 2021 und 2022 die Standortbetreuung bei den Lichtkunstkalendern an der ERLÖSERKIRCHE übernommen. Zudem suchen wir Kooperationspartner und Verbündete, die wir für die Lichtrouten begeistern wollen und sind ständig in Gesprächen.
Wie kam es zur Gründung des Lichtrouten Kollektivs und welche Ideen sind euch wichtig?
Die Anregung kam von Kuratorin Bettina Pelz. Sie wollte ehrenamtliches Engagement für die Lichtrouten fördern.
Was hat euch bewegt, dem Lichtrouten Kollektiv beizutreten?
Wir wollen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen kreativ und konstruktiv begegnen, einen Beitrag zum gemeinschaftlichen Dasein und Handeln liefern und damit die Lebensqualität in Lüdenscheid erhöhen. Immerhin wird die Stadt bei den Lichtrouten während des Festivals ja zu einem Raum für einzigartige künstlerische Erlebnisse und Erfahrungen jenseits des alltäglich Sichtbaren.
Ihr habt auch das Mikrosponsoring PUSH angeregt, warum müssen das unbedingt viele Menschen unterstützen?
Wir sind davon überzeugt, dass es viele Menschen in Lüdenscheid gibt, denen die LICHTROUTEN wie uns am Herzen liegen. Mit PUSH ist es einfach und leicht zu sagen „Ja, ich will die LICHTROUTEN unterstützen“. Wenige Klicks genügen. Die damit verbundenen 90 Euro sind als ein persönliches Sponsoring und vor allem als starkes Zeichen für die LICHTROUTEN zu verstehen. Jeder kann, keiner muss. Die 90 Euro sind gut investiertes Geld, denn sie helfen die LICHTROUTEN noch attraktiver zu machen. Nicht zuletzt beinhaltet PUSH auch die kostenlose Teilnahme an Führungen und weitere Vergünstigungen.
Was macht ihr während der nächsten LICHTROUTEN? Wie ist das Lichtrouten Kollektiv in die LICHTROUTEN eingebunden?
Wir sind selbst als Assistenzen eingebunden, übernehmen Führungen und Kunstvermittlung an den Standorten. Wolfgang hält Kontakt zu den Medien und berichtet auf den Webseiten www.lichtroutenkollektiv.de und www.luxluedenscheid.de über die Vorbereitungen und das Festival vom 20. bis 29. März.
Welche Zukunftsperspektiven habt ihr für das LICHTROUTEN-Kollektiv?
Das Kollektiv sieht sich weiterhin als Unterstützer der LICHTROUTEN und hofft, viele Gleichgesinnte gewinnen zu können.
Gibt es die Möglichkeit, dem Kollektiv beizutreten?
Jederzeit gerne! Einfach lichtroutenkollektiv und dort COMMUNITY anklicken, Aufnahmeantrag runterladen und uns zukommen lassen. Fertig!