STANDORT
DIAL
FEROCOCO N° 12
Neon Relief
“Feroroco N° 12” ist Teil einer Serie von grafischen Systemen mit Kreisbögen in Neonlinien. Es setzt sich aus sechs Elementen zusammen, die rot-orange leuchten. Die Feroroco-Serie ist eine Reihe von ästhetischen Experimenten mit der abstrakten Form des Kreises. Sie sind nicht in Kreisform montiert, sondern in offenen, geometrischen Systemen. Die grafische Anordnung erscheint wie eine Zeichnung, im Lichtschein entsteht der Dialog mit dem umgebenden Raum.
“Fer” ist das französische Wort für “Eisen”, es kann als Hinweis auf das Tragwerk des Lichtbildes verstanden werden. „Rococo“ ähnelt phonetisch dem französischen Wort „rococo“, einem Kunststil des 18. Jahrhunderts, der für seine asymmetrischen Dekorationen bekannt ist. “Sollte ich in einem Satz die Idee zusammenfassen, die ich seit 1952 in meinen Werken zu realisieren versuche .., so würde ich sagen, daß es mir stets darum ging, die subjektive Entscheidung und den handwerklichen Eingriff auf ein Minimum zu reduzieren, so daß meine einfachen, durchsichtigen und – was mir am liebsten ist – absurden Systeme frei und ungehindert entfalten zu können.”, sagte der Künstler.
FRANÇOIS MORELLET (1926 — 2016)
In Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation experimentierte François Morellet mit Geometrien auf Papier, Leinwand und im Raum. In den 1960er Jahren begann er mit Licht zu arbeiten, heute gelten seine Arbeiten als Meilensteine in der Kunstgeschichte des Neonlichts. Er setzt nicht nur den Leuchtkörper als künstlerisches Material ein, sondern das gesamte technische System mit Kabeln, Steckverbindungen und Transformatoren. Für jede seiner Arbeiten folgte er mathematischen Prinzipien oder er entwickelte eigene Regelwerke. Seine Kompositionen sind visuelle Systeme, die sich aus Wiederholungen, Serien und Variationen technischer Materialien zusammensetzen.
Im Jahr 1960 begann er seine regelmäßige Ausstellungstätigkeit. Er war Mitbegründer der Künstler_innen-Gruppe GRAV (Groupe de Recherche d’Art Visuel) in Paris, die von 1960 bis 1968 aktiv war. Im Jahr 1965 nahm er an der Ausstellung “The Responsive Eye” im Museum of Modern Art in New York teil. Mehrfach war er zur Biennale in Venedig und zur Documenta in Kassel eingeladen.
AUSTELLUNGEN
2024 London (uk), ANNELY JUDA FINE ART
2024 Mailand (it), A ARTE INVERNIZZI
2023 Paris (fr), THEOREME
2022 Chur (ch), FORUM WÜRTH
2022 Moulis-en-Médoc (fr), CHATEAU CHASSE-SPLEEN
2021 Paris (fr), CENTER GEORGES POMPIDOU
2019 Hertogenbosch (nl), KUNSTLOCATIE WÜRTH
2016 Unna (de), CENTER FOR INTERNATIONAL LIGHT ART
2015 Vitry-sur-Seine (fr), MUSEE D’ART CONTEMPORAIN DU VAL-DE-MARNE
2002 Künzelsau (de), MUSEUM WÜRTH
Seit 1960 Regelmäßige Ausstellungstätigkeit weltweit
WERDEGANG
Bis 1975 Leitung der Spielzeugfabrik der Familie
BIO
2016 Gestorben in Cholet (fr)
1926 Geboren in Cholet (fr)
LINKS
REFERENZ
SAMMLUNG ZUMTOBEL
Dank der Kooperation mit der Sammlung Zumtobel können auch klassische Positionen der Kunstgeschichte des Lichts gezeigt werden. Diese Künstler_innen waren Wegbereiter_innen für das künstlerische Arbeiten mit Licht nach dem Zweiten Weltkrieg: François Morellet (1926 — 2016) war Mitbegründer der Künstler_inneen-Gruppe GRAV (Group de Recherche d’Art Visuel), aktiv in Frankreich und Lateinamerika. Keith Sonnier (1941 — 2020) gehört zu den Pionier_innen in den USA, die in den 1960er Jahren begannen, Zeichnungen in Neonlicht zu übersetzen. Später entwickelte er eine Serie von Lichträumen mit dem Titel BA-O-BA, um im Licht baden zu können. Brigitte Kowanz (1957 — 2022) fokussierte sich auf die Zeichenqualität des Lichts.









