STANDORT
DIAL
GET OUT OF THE LIGHT
Neon Objekt
Das Kunstwerk kombiniert die Zahlen 7520, 152120, 156, 2085, 1797820 und das Wort “adeiga” in einem rotleuchtenden Ziffernblock.
Brigitte Kowanz nutzt ein alphanumerisches System der Verschlüsselung. Die Buchstaben des Titels sind in Zahlenfolgen übersetzt, die der alphabetischen Reihenfolge entsprechen. Die Zahlenfolgen addiert sie und die Summe übersetzt sie der gleichen Logik folgend wieder in Buchstaben. In diesem Kodieerungssystem gibt es keine Null, daher überspringt sie die vorletzte Ziffer: “adeig(Null)a” entspricht der Summe 1.459.701 der Zahlenfolgen.
Mit dem Schriftbild thematisiert die Künstlerin die Verbindung von Sehen und Verstehen, von Information und Code. Sie bezieht sich auf Sprache als ein Zeichensystem zur Wissensbildung und Wissensspeicherung. In der Darstellung als leuchtendes Zifferblild akzentuiert sie die Zeichenqualität des Lichts und die Transformation von Wissen in Energie. „Mich interessiert an der Sprache, dass sie Wirklichkeit entstehen lässt oder konstruiert, genauso wie Licht diese sichtbar macht.“, sagte die Künstlerin.
BRIGITTE KOWANZ (1957 — 2022)
Zu den Werken von Brigitte Kowanz gehören Objekte, Installationen und ortsspezifische Interventionen. Sie arbeitete mit verschiedenen Lichtquellen wie Neon, Leuchtstoff oder LED sowie transparenten Materialien wie Acrylglas und reflektierenden Materialien wie Spiegel. Sie forschte dazu, wie Informationen sich verändern, wenn sie in Zeichen, Sprache und Codes übersetzt werden. Ihre Arbeiten können als Sehtexte beschrieben werden. Die Inhalte ihrer Schriftbilder erschließen sich im Dialog von Textführung, Lichtverteilung und Reflexionsverhalten. Seit den 1990er Jahren arbeitet sie bevorzugt mit dem Morsealphabet, dem ersten elektronischen Binärcode, die oft tautologische Aussagen zum Thema Licht formulieren.
AUSSTELLUNGEN
2025 Wien (at), ALBERTINA
2025 Zürich (at), HAUS KONSTRUKTIV
2025 Wien (at), ALBERTINA MODERN
2025 Wien (at), LEOPOLOD MUSEUM
2022 Nürnberg (de), NEUES MUSEUM NÜRNBERG
2022 Linz (at), SCHLOSSMUSEUM LINZ
2021 Wien (at), ALBERTINA MODERN
2020 Dubai (sa), EXPO 2020
2020 Unna (de), ZENTRUM FÜR INTERNATIONALE LICHTKUNST
2020 Zürich (ch), HAUS KONSTRUKTIV
2018 Hildesheim (de), LICHTUNGEN Licht Kunst Biennale
2018 Celle (de), KUNSTMUSEUM CElle
2017 Venedig (it), VENDIG BIENNALE, Österreichischer Pavillon
Regelmässige Ausstellungsttätigkeit seit 1995, vor allem in Europa.
STUDIEN
1997 — 2021 Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien
1975 — 1980 Hochschule für angewandte Kunst Wien
BIO
2022 Gestorben in Wien (at)
1957 Geboren in Wien (at)
LINKS
REFERENZ
SAMMLUNG ZUMTOBEL
Dank der Kooperation mit der Sammlung Zumtobel können auch klassische Positionen der Kunstgeschichte des Lichts gezeigt werden. Diese Künstler_innen waren Wegbereiter_innen für das künstlerische Arbeiten mit Licht nach dem Zweiten Weltkrieg: François Morellet (1926 — 2016) war Mitbegründer der Künstler_inneen-Gruppe GRAV (Group de Recherche d’Art Visuel), aktiv in Frankreich und Lateinamerika. Keith Sonnier (1941 — 2020) gehört zu den Pionier_innen in den USA, die in den 1960er Jahren begannen, Zeichnungen in Neonlicht zu übersetzen. Später entwickelte er eine Serie von Lichträumen mit dem Titel BA-O-BA, um im Licht baden zu können. Brigitte Kowanz (1957 — 2022) fokussierte sich auf die Zeichenqualität des Lichts.











