28. September bis 7. Oktober 2018

joeressen+kessner

LICHTROUTEN Standort: Kulturhaus Lüdenscheid
Freiherr-vom-Stein-Straße 9

Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3760
Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3501
Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3747
Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3505
Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3731
Lichtrouten 2018 I joeressen+kessner I Photo Jennifer Braun-3743

Photos: joeressen+kessner

LICHTROUTEN Projekt: cc:

Intervention: Projektion von digital modifizierten Fotografien und Tonaufnahmen
Ortsbezug: Fotografien der Architektur, Aufnahmen der Geschichte der Stadt Lüdenscheid wie sie auf der Website der Stadt Lüdenscheid bereitgestellt wird (gesprochene) Form
Performance: Digital animierte Bild- und Tongefüge, die von einem Algorithmus errechnet werden
Material der Stadt: Architektur
Bildgebung: Kamera, Computer, Software, Projektion 3 x 20.000 ANSI Lumen 3-Chip DLP
Tongebung: Software, Computer, Sound-System

Das Akronym cc steht für eine Vielzahl von Begriffen. Die vermutlich naheliegenste Bedeutung besteht im Begriff ‚carbon copy‘, wie er bei der Verwendung von e-mails benutzt wird. Ursprünglich ist er ein mit Kohlepapier erstellter Durchschlag, ein Abrieb, eine analoge, imperfekte Kopie mit je individueller Ausprägung. cc: verwendet diesen Ansatz in vielfältiger Weise: Das projizierte Bildmaterial zeigt insbesondere Fotos vom Dach des Lüdenscheider Kulturhauses. Das Kulturhaus(-dach) wird in cc: mit Kopien seiner selbst konfrontiert, mit Ausschnitten, Vergrößerungen, Verzerrungen etc., deren wechselnde Formen zwar aus der geometrischen Konstruktion des Daches abgeleitet werden, aber nicht rein formal, sondern als abstrakte Hinweise auf Selektion und Interpretation kultureller Ereignisse vor Ort verstanden sein wollen. Das Dach sammelt, filtert, fragmentiert etc. und wird ebenso vice versa deformiert.Die klangliche Komponente von cc: besteht aus einer Mischung elektronischer und konkreter Klänge. Die konkreten Klänge basieren vorrangig auf Sprachaufnahmen von Fragmenten der Lüdenscheider Stadtgeschichte und werden nach dem carbon-copy Prinzip kopiert, verändert und live montiert. So entsteht ein Organismus, eine BildKlang-Maschine, die niemals still steht und unaufhörlich digitalen content erzeugt, dessen Entschlüsselung in der Verantwortung des Betrachters liegt.


Photos: joeressen+kessner

AUSGEWÄHLTE AUSSTELLUNGEN

2017 | Trier [de], GENERATOR
2017 | Houmt Souk [tn], SEE DJERBA
2016 | Tunis [tn], INTERFERENCE
2015 | Hildesheim [de], LICHTUNGEN
2014 | Koblenz [de], MITTELRHEIN MUSEUM
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HINTERGRUND

_ Eva-Maria Joeressen

Seit 1998 | Duesseldorf [de], Peter-Behrens-School of Arts, Professur
Seit 1985 | Regelmäßige Ausstellungstätikeit, hauptsächlich in Deutschland
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_ Klaus Kessner

Seit 1986 | Regelmässige Ausstellungstätigkeit, vor allem in Deutschland
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BIOGRAPHIE

_ Eva-Maria Joeressen

Lebt in Willich [de]
1956 | Geboren
CV

_ Klaus Kessner

Lebt in Willich [de]
1957 | Geboren
CV

LINKS

joeressenkessner.de
joeressen+kessner | Vimeo


Referenzprojekt: inKubator. GENERATOR Trier 2018 | Dokumentation: joeressen+kessner.