28. September bis 7. Oktober 2018

de Groot / Vandoren

LICHTROUTEN Standort: Forum am Sternplatz
ehem. Wellenbad im Forum am Sternplatz (innen), Sternplatz 2


Photos: Jennifer Braun

LICHTROUTEN Projekt: LFS1

Installation: Licht-gesteuertes System
Material der Stadt: Lichttechnik
Bildgebung: LED (Scanner), NIxie-Röhren, Stative, digitale Steuerung, Bewegungsmelder
Tongebung: Komposition, Computer, digitale Steuerung, Sound-System

LFS1 ist eine Installation, die aus der laufenden Erforschung dynamischer Architekturen, aus festen und ephemeren Medien, durch die beiden Künstler hervorgeht. Innovative und veraltete Technologien treffen sich in der Wolke der licht- und schallerzeugenden Module. Piezoelektrische Klangplatten umschließen Nixie-Neonröhren. Ein integrierter Signalgenerator treibt beide so an, dass die Wellenformen als Schall und Licht von den Modulen ausgehen. Das Signal regt den Piezo-Schallboden an, was zu Luftdruckschwankungen führt, die als Schall wahrgenommen werden. Synchron moduliert das Signal die Ausdehnung der Nixie-Röhren. Diese Neonplasma-Röhre ist ein analoges Medium, das den komplexen Gesetzen der Teilchenphysik und des Elektromagnetismus unterliegt. Es handelt sich um eine unpräzise, unzuverlässige und inzwischen ausgediente Display-Technologie der 1950er Jahre, die hier genau für diesen spezifischen, unvorhersehbaren Charakter eingesetzt und genutzt wird.

Während jedes Modul unabhängig voneinander arbeitet, fungieren die den Raum abtastenden Lichtebenen als Leiter der atmosphärischen Zusammensetzung. Beim Abtasten mit einem Lichtstrahl schaltet sich ein Modul ein. Ein zweites Mal wird es untersucht, wenn es ausgeschaltet wird, und so weiter. Die Choreographie der Scanstrahlen verwandelt das Licht- und Klangfeld im Raum und kontrastiert das warme Neonglühen mit dem Waschen von kaltem LED-Licht. Sowohl als Steuersignal, als auch als ästhetisches Element sind die Lichtprojektionen exemplarisch für die Behandlung von Medien als Bausteine ephemerer, immersiver Architekturen, in denen die Territorien digitaler und analoger Medien, Feststoffe und sensorischer Erfahrungen ineinander übergehen.

Realisiert mit Hilfe von:

Marije Baalman (ATtiny Synthie Moduldesign & Leiterplattenbestückung Anleitung Simon de Bakker, Leiterplattendesign)
Huub Lolang (Siebdruck) Mozzi (Klangsyntheseprojekt für eingebettete Mikrocontrollersysteme)
Awinash Panchu (Schweißen)
Protospace Utrecht (Beratung 3D-Druck)
Unterstützt vom Creative Industries Fund NL und der Stichting Stokroos.

AUSGEWÄHLTE GEMEINSAME AUSSTELUNGEN UND PROJEKTE

2017 | Mühlheim/Ruhr [de], SHINY TOYS
2016 | Nijmegen [nl], ODDSTREAM
2015 | Enschede [nl], TETEM
2014 | Kaunas [it], CENTRAS
2013 | Linz [at], ARS ELECTRONICA
Seit 2010 | Gemeinsame, regelmässige Projekt- und Ausstellungstätogkeit, vor allem in Europa

HINTERGRUND

_ Mariksa de Groot

Seit 2011 | Regelmässige Ausstellungs- und Performance- Tätigkeit, vor allem in Europa
2012 | Arnhem [nl], University of the Arts, Master of Arts
2005 | Arnhem [nl], University of the Arts: Graphic Design, Bachelor of Arts

_ Dieter Vandoren

Seit 2008 | Regelmässige Ausstellungs- und Performance Tätigkeit, vor allem in Europa
The Hague [nl], Royal Academy of Art and Conservatory, Master of Arts
Utrecht [nl], University of Applied Science: Digital Communication, Bachelor of Arts
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BIOGRAPHIE

_ Mariksa de Groot

Lebt in Rotterdam [nl]
1982 | Geboren [nl]

_ Dieter Vandoren

Lebt in Rotterdam [nl]
1981 | Geboren [be]

LINKS

dietervandoren.net
Vimeo | Dieter Vandoren
Facebook | Dieter Vandoren
Gesehen bei SHINY TOYS Mühlheim/Ruhr.
mariskadegroot.com
Vimeo | Mariaka de Groot
Facebook | Mariska de Groot